top of page

Warum viele B2B-Präsentationen nicht überzeugen — obwohl der Inhalt gut ist

  • Autorenbild: MS-Marketing
    MS-Marketing
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Das eigentliche Problem liegt selten im Design


In den meisten Unternehmen entstehen Präsentationen aus Fachwissen heraus. Inhalte werden gesammelt, Folien ergänzt, Diagramme eingefügt — am Ende ist alles enthalten, was gesagt werden soll. Trotzdem bleibt nach Terminen häufig das Gefühl, dass der Funke nicht übergesprungen ist.


Der Grund dafür liegt selten im optischen Erscheinungsbild. Auch nicht in fehlenden Informationen.

Das Problem liegt fast immer in der Perspektive: Präsentationen werden aus Sender-Sicht erstellt, aber aus Empfänger-Sicht bewertet.


Entscheider stellen sich während eines Gesprächs nur drei Fragen:


  • Verstehe ich schnell, worum es geht?

  • Kann ich den Nutzen einordnen?

  • Fühle ich mich sicher genug für eine Entscheidung?



Wenn diese Fragen nicht früh beantwortet werden, entsteht Unsicherheit — selbst wenn die Leistung fachlich überzeugt.


Warum viele B2B-Präsentationen nicht überzeugen — obwohl der Inhalt gut ist

Zu viele Informationen verhindern Verständnis


Viele Präsentationen versuchen vollständig zu sein. Dadurch entsteht jedoch ein gegenteiliger Effekt: Relevanz geht verloren.


Menschen bewerten Inhalte nicht nach Menge, sondern nach Orientierung.

Wenn jede Folie neue Aspekte einführt, fehlt der rote Faden. Zuhörer müssen selbst strukturieren — und genau dabei steigen sie innerlich aus.


Eine funktionierende Präsentation reduziert deshalb nicht Wissen, sondern Entscheidungsaufwand.

Sie beantwortet zuerst die großen Fragen und vertieft Details erst danach.


Die Reihenfolge entscheidet über Wirkung


Häufig werden Inhalte chronologisch aufgebaut:


Unternehmen → Historie → Leistungen → Details → Vorteile


Aus Unternehmenssicht logisch — aus Entscheidersicht jedoch schwierig.

Denn der Zuhörer weiß zu Beginn noch nicht, warum er zuhören soll.


Effektive Unterlagen funktionieren umgekehrt:


Situation → Problem → Einordnung → Lösung → Beweis → Details


Die Aufmerksamkeit entsteht nicht durch Gestaltung, sondern durch Klarheit.


Warum Design alleine nichts retten kann


Gestaltung wird oft genutzt, um Inhalte verständlicher zu machen.

Tatsächlich kann Design aber nur unterstützen, nicht korrigieren.


Wenn Argumente nicht klar aufgebaut sind, helfen auch moderne Layouts, Animationen oder Visualisierungen nur begrenzt.

Der Eindruck wird dann „schön“, aber nicht überzeugend.


Deshalb beginnt eine funktionierende Präsentation immer mit Struktur — erst danach mit Gestaltung.


Woran man erkennt, dass Unterlagen überarbeitet werden sollten


Typische Anzeichen:


  • Gespräche dauern länger als geplant

  • viele Rückfragen zu Grundlagen

  • Inhalte müssen mündlich nacherklärt werden

  • Angebote werden geprüft, aber nicht entschieden

  • verschiedene Ansprechpartner verstehen unterschiedliche Dinge



Das sind keine Vertriebsprobleme — sondern Orientierungsprobleme.


Fazit


Gute Präsentationen entstehen nicht durch mehr Inhalt und nicht durch mehr Design, sondern durch klare Entscheidungsführung.


Wenn Zuhörer schnell verstehen, wo sie stehen und was die nächsten Schritte bedeuten, entsteht Vertrauen automatisch.

Die Aufgabe von Unterlagen ist deshalb nicht zu informieren — sondern Sicherheit herzustellen.

 
 
 

Kommentare


bottom of page